Schwerpunkte

Im Master-Studium Angewandte Informatik entscheiden Sie sich zu Beginn für einen der folgenden drei Schwerpunkte: Internet-Sicherheit, Mobile Computing, Human-Computer-Interaction.

Sie wählen das Forschungsprojekt, das Sie in den ersten beiden Semestern durchführen, aus dem Themenkreis dieses Schwerpunktes, und Sie belegen im Verlauf Ihres Studiums mindestens zwei Wahl­pflicht­module aus diesem Schwerpunkt.

Aus den beiden anderen Schwerpunkten wählen Sie jeweils mindestens ein Wahlpflichtmodul, da diese Schwerpunkte in hohem Maße zueinander in Beziehung stehen.

Internet-Sicherheit

Die mobile Nutzung des Internet, auch in Verbindung mit Cloud-Computing, führt zu neuen Heraus­forderungen auf dem Gebiet der Internet-Sicherheit. Hierbei geht es nicht nur um die Verschlüsselung von Daten, sondern auch um die sichere Authentifizierung der beteiligten Akteure. Entsprechende kryptografische Verfahren stehen zur Verfügung; das Problem besteht im allgemeinen in der praktischen Realisierung einer entsprechenden Sicherheits-Infrastruktur, die darüber hinaus einfach und transparent sein soll.

Die größte Bedrohung der Sicherheit stellen aber die verschiedenen Schad­programme dar, die sehr leicht über Netzwerke in Computer­systeme eindringen können. Zunehmend sind hier auch mobile Geräte betroffen. Daher ist eines der Ziele in diesem Bereich die Entwicklung entsprechender Methoden zur Abwehr dieser Gefahren, insbesondere für mobile Geräte. Hierdurch ergeben sich Berührungs­punkte zum Schwerpunkt Mobile Computing.

Mobile Computing

Durch die mobile Nutzung von Computern ist eine viel intensivere Daten­kommunikation erforderlich als früher. Das Internet ist zum integralen Bestandteil des Computers geworden. Webbasierte Applikationen stehen gleichrangig neben lokal installierten Programmen.

Die Kommunikation wird drahtlos durchgeführt. Hier kommen unter­schiedliche Standards ins Spiel, von WLAN bis hin zu UMTS und LTE. Die hiermit im Zusammenhang stehenden technischen Heraus­forderungen sind die erzielbaren Datenraten und die erzielbare Sicherheit.

Speziell bei drahtloser Kommunikation stellen Sicherheitsaspekte eine besondere Problematik dar, da mögliche Angreifer sich nicht erst Zugang zu einer kabel­gebundenen Infrastruktur verschaffen müssen. Dieser Komplex knüpft direkt an das Thema Internet-Sicherheit an.

Aus den veränderten, mobilen Nutzungs­möglichkeiten des Computers ergeben sich auch neue Anforderungen an die Anwendungs-Software und an die Benutzer­schnittstellen. Insbesondere berührungs­empfindliche Bildschirme eröffnen neue Chancen für die Benutzbarkeit, während gleichzeitig fehlende Tastaturen und andere Eingabe­geräte zu neuen Beschränkungen führen. Hier ergeben sich Berührungs­punkte zum Thema Human-Computer Interaction.

Human-Computer-Interaction

Je komplexer ein Softwaresystem wird, desto wichtiger wird die Verständlichkeit und tatsächliche Benutzbarkeit des Systems. Allgemeiner gefasst gilt dies für jegliche Mensch-Maschine-Interaktion und, im Zusammenhang damit, auch für die technische Dokumentation von Maschinen und Prozessen.

Das Gebiet Human-Computer Interaction beschäftigt sich mit der systematischen Analyse, Konzeption und Realisierung von Mensch-Maschine-Schnittstellen. Durch Untersuchung von Prozessen und Verhaltens­mustern wird angestrebt, die Gebrauchs­tauglichkeit und Benutzungs­freundlichkeit (Usability) von technischen Systemen zu erhöhen und zu optimieren. Ziel ist es, den Umgang mit Technik und speziell mit Computer­systemen zu etwas Angenehmen zu machen - sowohl funktional als auch ästhetisch.

Ein weiterer Aspekt des Themen­gebiets Human-Computer Interaction ist die Erforschung neuartiger Interaktions­konzepte auf Basis neuer Ein- und Ausgabe­geräte (z.B. 3D-Maus, Head-Mounted Display, Stereo-Monitor). Ziel ist es hierbei, für bestimmte Anwendungs­gebiete wie z.B. die medizinische Diagnostik innovative Lösungen zu entwickeln, die mit herkömmlichen Techniken nicht erreichbar wären.

Die beiden neu eingerichteten Labore für Usability und für Human-Computer Interaction bieten exzellente Forschungs­möglichkeiten; es stehen modernste Eye-Tracking-Systeme, 3D-Projektions­systeme und vieles mehr zur Verfügung.

 

 

Zurück

 

Aktuelles

Prof. Lang verabschiedet

Zum Ende des Sommersemesters 2017 ist Prof. Dr. Hans-Werner Lan...

Prof. Zachow verlässt die Hochschule

Prof. Dr. Milena Zachow hat einen Ruf an die Fachhochschule Lüb...

Angewandte-Informatik-Student ist bester Hacker Deutschlands

Einer unserer Studierenden, Dennis Krause, hat die German Cyber...

Aktuelles lesen